Dossiers

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Im Bereich „Dossiers“ ist finden Sie Übersichten und Zusammenfassungen zu aktuellen Themen und Entwicklungen in der Pränatalmedizin:


Dossier „NIPT als GKV-Leistung“:


Kaum ein Thema wird gegenwärtig in Gesellschaft und Politik kontroverser diskutiert. Dabei ist die Grundannahme dieser Gesellschaftsdiskussion, NIPT ersetze die Fruchtwasseruntersuchung als Suchstrategie auf Down-Syndrom, sachlich falsch. Auch zeichnet sich ab, daß durch die Einführung von NIPT als KV-Leistung die bisherige Gesamtrate an diagnostischen Punktionen nicht nennenswert reduziert werden wird. Es gibt bereits jetzt harte Evidenz dafür (RCT - prospektiv randomisierte Studien), daß allem Wunschdenken und allen vorgetragenen Behauptungen zum Trotz die Einführung von NIPT nicht zu einer Reduktion der unerwünschten Abortrate geführt hat (Vergl. in Kurzform als Abstract). Damit fußt eine gesundheitspolitische Grundsatzentscheidung auf irrigen Prämissen. Die absehbaren Folgen sind

- gesundheitspolitisch: Die Generierung rational nicht begründbarer, hoher Kosten im Gesundheitssystem, Bindung von Ressourcen, die andernorts fehlen werden

- pränatalmedizinisch: Der qualitative Rückschritt auf ein Versorgungsniveau der 1980er/1990er Jahre, der programmierte Anstieg vermeidbar spät diagnostizierter fetaler Fehlbildungen

- gesellschaftlich-ethisch: Die Vergesellschaftung der bisher höchst individuellen Entscheidung der Schwangeren, ob - und wenn ja, in welchem Umfang - sie Information zur genetischen Gesundheit ihres ungeborenen Kindes haben möchte oder nicht


Dossier: „Neue Strahlenschutzverordnung - Verbot von Babyfernsehen“

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Am 01.10.2017 ist das neue Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) in Kraft getreten. Seit dem 1.1. 2019 besitzt die neue Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) ihre Gültigkeit. Damit treten die alte Röntgen- und Strahlenschutzverordnung außer Kraft. 

In der neuen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) wird auch der Einsatz von Ultraschall bei Schwangeren geregelt: Er ist demnach ab Ende 2020 in nicht-medizinischen Kontexten – wie beim sogenannten „Baby-TV“ – untersagt. Die von Ärzten durchgeführte Sonografie zu diagnostischen Zwecken ist dabei klar hiervon abzugrenzen. Da die Methode aber die gleiche ist, sind Ultraschalluntersuchungen bei Schwangeren generell in die Kritik geraten. Eine erhebliche Verunsicherung der Schwangeren ist die Folge.


Dossier: „Risiken der diagnostischen Punktion“ (Amniozentese - AC, Chorionzottenbiopsie - CVS) :

In der Gesellschaft allgemein und speziell in den Medien wird häufig von der "risikoreichen Fruchtwasseruntersuchung" gesprochen. Hierdurch wird ein Bedrohungs- bzw. Angstszenario aufgebaut, auf welchem individuelle und gesellschaftliche Entscheidungen im Umgang mit einer vorgeburtlichen Diagnostik aufbauen (Vergl. politische und gesellschaftliche Diskussion "NIPT als GKV-Leistung"). Demgegenüber belegen robuste wissenschaftliche Daten aus den vergangenen 10 Jahren zur eingriffsbedingten Fehlgeburtsrate (Abortrate), daß die Amniozentese minimale Restrisiken birgt und die Chorionzottenbiopsie in Expertenhand praktische risikofrei ist.