Stellungnahmen medizinischer Fachgesellschaften, Berufsverbände, Kirchen, Sozialverbände, Trägern von psychosozialen Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und themenbezogenen Institutionen

- 8.4.2019: Erklärung Runder Tisch "NIPT als GKV-Leistung"
Diese Erklärung unterschiedlichster professioneller gesellschaftlicher Gruppierungen in diesem Feld hält fest:

" Der aktuell vorliegende Beschlussentwurf des G-BA und der Entwurf zu den tragenden Gründen ist grundlegend überarbeitungsbedürftig. ...... Im Sinne einer sinnvollen, sachgerechten und nachhaltigen Lösung zur Versorgung von Schwangeren fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Moratorium hinsichtlich des aktuellen G-BA-Methodenbewertungsverfahrens."

Parallel dazu ist die Stellungnahme veröffentlicht worden:

- auf der Homepage von Donum vitae 1 und Donum vitae 2

- auf der Homepage des SKF- Sozialdienst kath. Frauen Berlin

- auf der Homepage des Gen-Ethischen Netzwerkes


- 9.4.2019: Pressemitteilung des Berufsverbandes Deutscher Humangenetiker e.V. (BVDH) und des Berufsverbandes niedergelassener Pränatalmediziner e.V. (BVNP):
Der BVDH und der BVNP sehen erhebliche inhaltliche Mängel des Beschlussentwurfs des GBA zum NIPT und fordern eine nachhaltige Überarbeitung. Hier lesen Sie unsere gemeinsame Stellungnahme.


- 5.3. 2019 Presseinformation Bundesverband donum vitae zur Förderung des Schutzes des menschlichen Lebens e.V. und des Berufsverbandes niedergelassener Pränatalmediziner e.V. (BVNP):

Eine regelhaft für alle Schwangeren kassenfinanzierte Anwendung der NIPTs zu einem frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft lehnen beide Verbände entschieden ab. NIPTs als Kassenleistung ohne Einschränkung führen dazu, dass Kinder mit Trisomie 21 zu einem sehr frühen Zeitpunkt und bei allen Schwangerschaften kenntlich gemacht werden. Letztlich zeichnet sich hier eine weitreichende Stigmatisierung von Menschen mit Trisomie 21 ab – und zugleich die verbreitete Illusion, es gebe eine Garantie und einen Anspruch auf ein gesundes Kind. Für eine Kassenfinanzierung der NIPTs sprechen wir vom Bundesverband von donum vitae und vom Berufsverband der niedergelassenen Pränatalmediziner uns nur unter folgenden engen Bedingungen aus:

- Die Anwendung von NIPTs darf erst nach Abschluss des ersten Trimesters, also 12 Wochen nach Empfängnis erfolgen.
- NIPTs dürfen nur nach ausführlicher Aufklärung und (fachgebundener) genetischer Beratung, wie es das Gendiagnostikgesetz verlangt, durchgeführt werden.
- Eine Finanzierung der NIPTs durch die Krankenkassen darf nur bei klarer medizinischer Indikation erfolgen.
- Voraussetzung für eine Finanzierung muss eine qualifizierte Ultraschallfeindiagnostik nach 12 bis 13 Schwangerschaftswochen (12+0 bis 13+6 SSW) sein.
- Die Anwendung von NIPTs als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung sollte bereits im Vorfeld der Entscheidungsfindung das Angebot einer psychosozialen Beratung mit umfassen.

Den gesamten Text finden Sie auf der Homepage von donum vitae hier und die gemeinsame Presseerklärung hier.


- 31.12. 2018 Scharf, Albring: NIPT als Kassenleistung in der Diskussion - Gemeinsame Stellungnahme von BVNP und BVF zur erwarteten NIPT als Kassenleistung.