Dossier: „Neue Strahlenschutzverordnung - Verbot von Babyfernsehen“

Am 01.10.2017 ist das neue Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) in Kraft getreten. Seit dem 1.1. 2019 besitzt die neue Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) ihre Gültigkeit. Damit treten die alte Röntgen- und Strahlenschutzverordnung außer Kraft. 

In der neuen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) wird auch der Einsatz von Ultraschall bei Schwangeren geregelt: Er ist demnach ab Ende 2020 in nicht-medizinischen Kontexten – wie beim sogenannten „Baby-TV“ – untersagt. Die von Ärzten durchgeführte Sonografie zu diagnostischen Zwecken ist dabei klar hiervon abzugrenzen. Da die physikalische Basis und damit die Methode aber die gleiche ist, sind Ultraschalluntersuchungen bei Schwangeren , psychologisch nachvollziehbar, aber sachlich völlig unnötig, generell in die Kritik geraten. Eine erhebliche, rational nicht begründbare Verunsicherung der Schwangeren ist die Folge.


- 29.1. 2019: Stellungnahme-Pressemitteilung DEGUM: Neue Strahlenschutzverordnung hier als PDF
Hier lautet das Fazit: "Aufgrund dieser zahlreichen Studienerkenntnisse weist die DEGUM die aktuelle Kritik an Ultraschalluntersuchungen per 3D-Verfahren in der Schwangerschaft vehement zurück. „Man kann zwar dem sogenannten „Baby–Fernsehen“ zu kommerziellen Zwecken kritisch gegenüberstehen, da – unter anderem aufgrund von oft wenig qualifizierten Anwendern – sehr wohl die reale Gefahr besteht, tatsächliche Probleme des Feten nicht zu erkennen“, so Heling. „Doch die Anwendung des Ultraschalls zu diagnostischen Zwecken befürworten wir uneingeschränkt.“ Die Aussage in der neuen Strahlenschutzverordnung, laut der eine Gefährdung des Feten durch Ultraschall entstehen könne, sei demnach falsch. Wenn der Gesetzgeber das „Baby-Fernsehen“ verbieten wolle, müsse ein anderer Ansatz gewählt werden. "

- Definition NiS - nichtionisierende Strahlung Wikipedia

- Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSG)